Gruppenfoto von Vertreterinnen und Vertretern der Sparkasse Westmünsterland, der Stadt Gronau, weiterführender Schulen sowie Fachstellen der Suchtprävention bei einem Austauschtreffen in Gronau.
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12. Dezember 2025

Suchtprävention im Fokus – Sucht- und Drogenberatung Gronau

Sparkasse Westmünsterland, Stadt Gronau und die Suchtberatung ziehen positive Bilanz

Gronau. Vertreter:innen der Sparkasse Westmünsterland, des Fachdienstes für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Gronau sowie aller vier weiterführenden Schulen der Stadt haben sich zu einem Austausch über aktuelle Maßnahmen und künftige Projekte der Suchtprävention getroffen. Ebenfalls anwesend waren Fachkräfte der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken sowie der Sucht- und Drogenberatungsstelle der Diakonie West, die die Projekte inhaltlich begleiten.

Die Sparkasse finanziert, ergänzt durch Mittel der Stadt Gronau, jährlich Präventionsprojekte an den weiterführenden Schulen. Insgesamt 6000€ wurden für das Schuljahr 2025 / 2026 für die Präventionsarbeit zur Verfügung gestellt. Zu den teilnehmenden Schulen gehören die Euregio-Gesamtschule Epe, die Gesamtschule Gronau, die Fridtjof-Nansen-Realschule sowie das Werner-von-Siemens-Gymnasium.

Wie vielfältig diese Förderung genutzt wird, zeigte ein Rückblick auf das vergangene Jahr: In den Jahrgängen 7 bis 10 fanden unterschiedliche Suchtpräventionstage statt, die kreative und sportliche Elemente ebenso einschlossen wie aufklärende Angebote. „Besonders beeindruckend war eine Lesung des aus dem Kreis Borken stammenden Autors Herrmann Wenning, der offen über seine frühere Drogenabhängigkeit berichtet und damit bei vielen Jugendlichen einen nachhaltigen Eindruck hinterließ“, berichtet Hilkka Pasman, Leiterin der Sucht- und Drogenberatungsstelle der Diakonie in Gronau. Andere Schulen setzten auf Bewegungs- und Entspannungsangebote wie Entspannungsyoga oder den Besuch des „Body + Grips-Mobils“ des Jugendrotkreuzes, das Gesundheitsthemen spannend und interaktiv vermittelt.

Großes Interesse zeigten die Schulen auch am zweitägigen FreD-Kurs, über den die Suchtberatungsstelle der Diakonie informierte. „FreD steht für „Frühintervention für erstauffällige Drogenkonsumenten“ und richtet sich an Jugendliche, die bereits Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen gemacht haben“, erklärt Pasman. Der Kurs könne von Eltern, Schulen oder anderen sozialen Einrichtungen als verpflichtende Maßnahme empfohlen werden. „Auch wenn die Jugendlichen nicht immer freiwillig teilnehmen, lassen sie sich häufig gut zur Mitarbeit motivieren – vor allem, weil sie merken, dass sie ernst genommen werden und keine äußeren Vorschriften erhalten“, so Pasman weiter.

Einen weiteren Schwerpunkt setzen die Projekte in Hinblick auf das Thema „Vape“: Alle Anwesenden berichteten, dass E-Zigaretten aktuell eine erheblich größere Rolle im Alltag der Jugendlichen spiele, teilweise bereits ab der 5. Klasse. Sorge bereite insbesondere der Konsum illegaler Vapes, deren Inhaltsstoffe unbekannt und potenziell gesundheitsgefährdend seien.

Die Beteiligten zogen zum Abschluss des Treffens eine positive Bilanz: „Die Präventionsangebote wurden an den Schulen gut angenommen und zeigen Wirkung“, resümiert Stefan Nadicksbernd von der Sparkasse. Dank der weiteren Finanzierung durch Sparkasse Westmünsterland und Stadt Gronau können die Projekte auch im nächsten Schuljahr fortgeführt und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.

 

Foto: Austauschtreffen zur Suchtprävention in Gronau: Schulen, Stadt, Sparkasse Westmünsterland und Fachstellen ziehen eine positive Bilanz.

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