Neun Personen stehen in einem hellen Raum mit Holzvertäfelung vor einer Fensterfront und halten gelbe Informationsflyer zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) in den Händen. Die Gruppe besteht aus Frauen und Männern unterschiedlichen Alters. Im Hintergrund ist ein Roll-up-Banner der Mitte⁵¹ und der Stadt Rheine zu sehen.
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11. Februar 2026

Vortrag zum Thema kulturelle und medizinische Konsequenzen weiblicher Genitalverstümmelung – 12.02.2026

Zwischen Tradition und Menschenrechten

Die Stadt Rheine und der Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt an Frauen laden zu einer Informationsveranstaltung zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation/ Cutting: FGM/C ) ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 12. Februar 2026, um 18 Uhr in der Mitte⁵¹ statt und ist kostenfrei.

Unter dem Titel „Eine Einführung in die weibliche Genitalverstümmelung“ werden im Rahmen der Veranstaltung medizinische sowie kulturelle Hintergründe beleuchtet. Thematisiert werden unter anderem gesundheitliche Folgen, rechtliche Aspekte sowie Unterstützungsangebote für Betroffene. FGM/C gilt in Deutschland als schwere Menschenrechtsverletzung und kann als Asylgrund anerkannt werden.

Als Referentinnen wirken Dr. med. Johanna Fischer-Gödde, Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Franziskus-Hospital Münster, sowie Michele Ngo Mong, Sozialpädagogin und Vorsitzende des Vereins Grace to Grace e.V., mit. Dr. Fischer-Gödde beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der medizinischen Versorgung von von FGM/C betroffenen Frauen und engagiert sich in der fachlichen Fortbildung. Michele Ngo Mong bringt sowohl wissenschaftliche als auch langjährige praktische Erfahrung aus der Beratung und Begleitung betroffener Frauen und Mädchen ein.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Migrantenselbstorganisationen sowie ehrenamtlich Tätige in der Migrantenarbeit.

In Deutschland leben über 100.000 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffene Frauen und Mädchen, weitere gelten als gefährdet. Inklusiv der Dunkelziffer wäre die Zahl der Betroffenen weit höher. Die Stadt Rheine und ein Kreis Engagierter hat es sich zur Aufgabe gemacht, über das Thema FGM/C aufzuklären, ein Netzwerk und Unterstützungsstrukturen auszubauen und öffentlich zu machen. Die Informationsveranstaltung ist Teil dieser präventiven und aufklärenden Arbeit und soll dazu beitragen, Handlungssicherheit im Umgang mit dem Thema zu stärken.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Rheine in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, der sich schwerpunktmäßig mit dem Thema FGM/C befasst und Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern vernetzt. Weitere Informationen zum Netzwerk und der Veranstaltung sind auf der Homepage der Stadt Rheine zu finden.

Anmeldung über den Link Anmeldung Fachvortrag Einführung in die weibliche Genitalverstümmelung

Bildunterschrift: v.l. Elke Löchte (Donum Vitae), Tim Upsing (Praktikant, Mitte 51), Marie-Theres Schlieben (Team Beratung & Begleitung von Zuwanderern, Stadt Rheine), Jessica Stallmann (Team Beratung & Begleitung von Zuwanderern, Mitte 51, Stadt Rheine), Elfriede Brinkmann (Hebamme), Dr. Beate Heitmann (Gynäkologin), Lydie Michele Ngo Mong (Servicestelle Antidiskriminierung des Kreis Steinfurt), Beate Horstmann (Frauenberatungsstelle), Raimund Gausmann (Beigeordneter der Stadt Rheine)

Foto und Text: Stadt Rheine

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