Rheine. Die Statistiken zu häuslicher Gewalt sind erschreckend. Demnach erlebt jede 3. Frau in Deutschland eine Form der körperlichen Gewalt in ihrem Leben, auch hier in unserer Region. Häusliche Gewalt ist besonders belastend, weil sie Zuhause stattfindet – an einem Ort, der Schutz und Geborgenheit vermitteln sollte, und dabei von einem Menschen ausgeht, dem man eigentlich vertraut.
Das Frauenhaus in Rheine bietet Frauen und ihren Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, Schutz und Zuflucht. Im Frauenhaus Rheine ist aktuell Platz für bis zu acht Frauen und 11 Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religionszugehörigkeit und ihrem Aufenthaltsstatus.
Jede Bewohnerin versorgt sich und ihre Kinder im Frauenhaus selbstständig. Wenn möglich, gehen die Frauen einer Arbeit nach und die Kinder gehen in die Schule oder ggf. in den Kindergarten. Manche sind zudem nur kurzfristig dort, andere über Wochen oder sogar Monate. Mit der Spende über 3.000 Euro vom Zonta Club Rheine sollen die Frauen und Kinder u.a. sorgenfreie Stunden während ihres Aufenthaltes im Frauenhaus genießen können.
Über den Alltag hinaus baut die Diakonie West gerade ein neues Gebäude für das Frauenhaus Rheine. Denn das alte Haus ist zu klein, zu eng, nicht barrierefrei und verfügt über nur zwei Badezimmer für alle Bewohnenden. Ein Umstand, den es dringend zu beheben gilt. Die Einweihung soll noch in diesem Jahr stattfinden.
Bildunterschrift: Das Frauenhaus Rheine freut sich über 3.000 Euro, die vom Zonta Verein Rheine gespendet wurden. Die Übergabe erfolgte durch die neue Zonta-Präsidentin Uta Schmidt (rechts) an Claudia Schmidtfrerick und Sonja Havers vom Frauenhaus.

